Puck ist eine touristisch attraktive Stadt und ein der interessantesten Urlaubsorte an der Küste. Er zeichnet sich durch heilende Wirkung des Meeresklimas, klares Wasser, saubere, mit Jod gesättigte Luft und einen Sandstrand mit bewachten Freibädern. Es ist zweifellos, dass diese Tatsache im Sommer die Verbringung der Freizeit am sonnigen Strand, sicherem Freibad begünstigt, und für alle, die sich entspannen und ihre Kräfte regenerieren wollen, es eine ausgezeichnete Traumerholung ist. Die Sonnenbäder haben keine Altersbegrenzungen, deshalb befinden sich unter den Sonnenanbetern Kinder, Jugendliche, Erwachsene, es gibt sogar Babys und ältere, sogar betagte Menschen, die sich unter schattenbringenden Sonnenschirmen mit frischer Meeresluft zudröhnen. Seit einigen Jahren besitzen die Segler, Windsurfer und andere Wassersportfans die unbeschränkte Möglichkeit, ein der im Mittel-Osteuropa besten Seegebiet, das zweifellos die Putziger Bucht ist, in Anspruch zu nehmen.  Dies beweisen die alljährlich veranstalteten Europa- und Weltmeisterschaften in verschiedenen Segel- und Windsurfingsklassen. Für Amateure wurden die am Pfadfinder-Seezentrum „HOM” funktionierende Schulen vorbereitet, dank denen sie die Möglichkeit haben, unter Aufsicht erfahrener Instrukteure zu lernen.

Was ist in Puck sehenswert, was sollte man erfahren….

Die Putziger Petrus- und Paulus-Pfarrkirche, ein gotisches Ziegelbauwerk mit prächtiger Innenausstattung hauptsächlich im Barockstil.

Die Putziger Pfarrkirche ist das älteste und bedeutsamste historische Objekt in Puck, das sich durch einen massiven Baukörper mit niedrigem Turm auszeichnet. Die Kirche aus Ziegeln und behauten Granitblöcken wurde in Etappen zwischen dem 13. und dem 15. Jahrhundert gebaut. Sie ist am Rand der Küstenerhebung gelegen. Dank dieser Lage sieht die Kirche am prächtigsten von der Meeresseite aus. Im Halleninnenraum stützen massive Pfeiler das Sterngewölbe ab. Im Hauptschiff fällt die im 17. Jahrhundert gefertigte Kanzel mit einem schönen Baldachin auf. Die ganze Ostwand des Presbyteriums wird den zweistöckigen Hauptaltar verdeckt. Sehr interessant sind auch das Arkaden-Taufbecken aus dem Ende des 17. Jahrhunderts, das große Kruzifix an der regenbogenfarbenen Wand aus dem Jahr 1700 sowie die reich verzierten Rokoko-Beichtstühle. Die Judycki-Kapelle schmücken Barockskulpturen und Gemälde. Die interessanteste Sammlung von Kunstwerken präsentiert die 1597 gestiftete Grabkapelle der Familie Wejher.

Die Putziger Seebrücke, die eine charakteristische und einzigartige Stadtlandschaft bildet.

Die Seebrücke bildet einen idealen Beobachtungspunkt. Von hier aus erstrecken sich wunderschöne Ausblicke auf die Putziger Häfen, Strände, den größeren Teil der Kirche, die Gebiete mit Windmühlen sowie auf die kilometerlange Halbinsel Hel. Auf der Hauptseebrücke befindet sich das „Bursztynia“ – ein ungewöhnliches Restaurant mit verglasten Wänden, hinter denen sich überall das Wasser der Putziger Bucht ausdehnt.

Ein sehr beliebter Ort für Spaziergänge der Einwohner von Puck und der Gäste außer der Stadt.

Der Altmarktplatz mit seinem einzigartigen Klima und Form

Der Markt besitzt eine mittelalterliche Stadtplanungsanordnung mit Mietshäusern aus der Wende des 18. Jahrhunderts und dem Rathaus aus dem 19. Jahrhundert. Die Außergewöhnlichkeit dieses Ortes betont auch der über den Marktplatz ragende monumentale Turm der im 14. Jahrhundert entstandenen Kirche. Ein Teil der die Markplatzplatte umgebenden Gebäude wurde den bürgerlichen Mietshäusern von Danzig nachgebildet. Früher spielte das Stadtzentrum eine viel mehr wesentliche Rolle, d.h. es konzentrierte die Handels- und Kulturtätigkeit, heute ist es das populärste Treffpunkt von Einwohnern und die Stadt besuchenden Touristen.

Zur Zeit werden auf dem Gelände des Altmarktplatzes Revitalisierungsarbeiten durchgeführt.

– Das Rathaus (1863-65), errichtet nach dem Projekt des Architekten aus Wejherowo, der Markt

Der Jachthafen – bunt und modern

Es ist ein äußerst attraktives und modernes Sport- und Erholungsobjekt, dessen außergewöhnliche Lokalisierung sowie das Malerische eine der schönsten Ecken der Stadt bilden. In das Hafenpanorama passen zahlreiche, dynamische Boote, weiße Segel und Sportler hinein, welche die günstigen Bedingungen in Anspruch nehmend, ihre Fähigkeiten prüfen und der Naturgewalt entgegentreten.

Der Jachthafen sichert ausgezeichnete Bedingungen zum Betreiben von Wassersportarten, sowohl seitens der technischen Ausrüstungsbasis, als auch seitens der atmosphärischen Vorteile. Die Windigkeit des Gebiets gewährleistet den Seglern, Windsurfern und Kitesurfern eine optimale Bewegungsfreiheit. Dank dessen finden hier prestigiöse Wettbewerbe von dem Rang einer Europa- und Weltmeisterschaft statt. Hier vervollkommnen sich in ihren Disziplinen Olympioniken sowie die internationale Segelelite. Im Winter wird das Objekt zu einem Paradies für schnelle Eisjachten.

Hier steckt die Linie der Halbinsel Hel, die den azurblauen Himmel vom Wasser der Putziger Bucht trennt, den Horizont ab. Das ist ein idealer Ort nicht für Wassersportfans, sondern auch für Liebhaber schöner Aussichten, Fotografien und ästhetischen Eindrücke.

Der Fischerhafen – ein Ort mit einzigartigen und gesamtpolnischen Symbolik

Von der Eigentümlichkeit, Symbolik und Außergewöhnlichkeit dieses Ortes deutet seine schöne und erhebende Geschichte. Der Hafen konzentrierte den Stützpunkt der Königsflotte, fungierte als der Kriegshafen der II. Republik Polen, darüber hinaus war er der historische Ort der Vermählung Polens mit dem Meer im Jahre 1920. An dieses Ereignis erinnert bis zum heutigen Tage das General-Józef-Haller-Denkmal.

Derzeit ist das ein ruhiger und stiller Anlegeplatz mit bunten und bejahrten Bötchen, der die Einwohner und Touristen immer noch anzieht und zu Familienspaziergängen sowie romantischen Abendbummeln anspornt.

– das General-Józef-Haller-Denkmal, der Kommandant der pommerschen Front, der im Jahre 1920 Pommern aus den Händen der preußischen Verwaltung übernahm; der Ausführende der Vermählung mit dem Meer

– der Vermählungspfahl zum Andenken an die Vermählung mit dem Meer am 10. Februar 1920

Der schöne Feliks-Nowowiejski-Park – ein der attraktivsten Orte in der Stadt.

Der schöne und monumentale Park ist ein der zauberhaften Orte in Puck. Dichte und grüne Kronen von riesigen und bejahrten Buchen spornen die Einwohner und Touristen zu langen Spaziergängen und zur Erholung zwischen grünen Alleen an.

Nach der Finanzierung für Umweltschutzzwecke, welche die Stadt dank der Hilfe des Woiwodschaftsfonds für Umweltschutz der Wasserwirtschaft in Danzig erhalten hatte, wurden gründliche Sanitär- und Korrekturarbeiten durchgeführt, dank wessen wir zu glücklichen Besitzern eines nicht nur schönen, aber auch gepflegten Parks zu Freude aller Einwohner von Puck geworden sind.

Der archäologische Standplatz der Putziger Burg, gebaut an der Zamkowa-Str. durch die Kreuzritter im ausgehenden 14. Jahrhundert oder anfangs des 15. Jahrhunderts. In der nord-östlichen Stadtecke, auf einem Gelände ca. 4 m ü.d.M. gelegen war sie anfangs ein wuchtiges, gemauertes, einstöckiges Wohngebäude mit Unterkellerung, einer Küche, Kapelle und einem Dachgeschoss. In Kürze wurden ein Turm und ein Tor – Mühltor (pol. Brama Młyńska) genannt – errichtet. Wegen der von ihr erfüllten Rolle – als Sitz der örtlichen Verwaltung – besaß die Burg keine eigene Befestigung. Sie wurde jedoch in das Befestigungssystem der Stadt eingeschlossen. Von der Seite des Meers wurde sie mit einem Festungsgraben und einem Erddamm gesichert, von der Stadt trennte die Burg ein Festungsgraben mit einer Zugbrücke und einem Tor. Die Stadt selbst wurde von der Stadtmauer mit 4 Toren umgeben: nördlich – das Korabna-Tor, östlich – der Fischertor (pol. Brama Rybacka), südlich – der Danziger Tor und westlich – der Mühltor (pol. Brama Młyńska).   Nach der Wiedererlangung durch Republik Polen des Hinterpommerns nach dem Vertrag von Oliva 1466 wurde die Burg zum Sitz von Putziger Starosten. Als erster residierte dort Otton Marchwitz, und nach ihm die Vertreter der Familie Kostek und Wejher, welche die Burg ausgebaut hatten.

Der Ausbau der Burgbasis wurde an der Wende des 16. Jahrhunderts durchgeführt. Damals hat man das Gelände durch das Nachschütten des Richtung Meer sinkenden Burgabhangs erweitert und den Erdboden mit einer Holzpalisade gesichert. Nächstens sind neue Gebäude entstanden. Laut den 1627 und 1628 in der Amtszeit des Starosten Jan Wejher durchgeführten Lustrationen kam es einer Teilung der Burg in zwei Teile: in einem Teil befand sich die hauptsächliche Burg, die aus einem Wohnhaus – dem sog. neuen Mietshaus –  und einer Brauerei bestand; im zweiten Teil befanden sich ein Pferdestall, ein Speicher und ein Waffenlager. Die beiden Teile wurden mit einem Festungsgraben und Damm voneinander getrennt.

Die im 17. Jahrhundert wachsende Gefahr seitens Schwedens führte zur Notwendigkeit, die Verteidigungsbereitschaft der Burg und der ganzen Stadt zu stärken. Außer dem Burgausbau unternahm man auch Maßnahmen zur Befestigung der Stadt Puck. Die Arbeiten begann man um das Jahr 1634. Im Endeffekt wurde die Stadt mit einem profilierten Erddamm mit einer Höhe von ca. 4 m und einer Breite von 13 m umgeben. Westlich, südlich und östlich entstanden außerhalb der Dämme große Erdbastionen. Das Ganze war durch einen ca. 20 m breiten und 7 m tiefen Festungsgraben umgeben. Die „Schwedische Sintflut“ und die Belagerung von Puck in den Jahren 1655-1656 haben in der Stadt und in der Burg keine großen Schäden angerichtet; später wurden keine weiteren Befestigungsarbeiten durchgeführt.

In den Zeiten preußischen Verwaltung wurde die Burg abgerissen, die Überreste der Stadtmauer den Bürgern als Ziegeln verkauft, und anstelle des ehemaligen Palast die am 9. November 1845 geweihte evangelische Heilige-Dreifaltigkeit-Kirche errichtet. Diese wurde wiederum 1956 abgerissen. Heutzutage stellen die teilweise freigelegten Fundamente des „alten Mietshauses” am Schlossplatz an der Zamkowa-Str. sowie die Reste von Erdbefestigungen im Buchtstreifen (Żegarzy-Str.) die Spuren der ehemaligen Burg und Befestigungen dar.

Text zitiert nach: J.Grochowska, B. Kos-Dabrowska, R. Drzeżdżon. PUCK die Hauptstadt von Nordkaschubei. Verlag REGION, Gdynia 2007/ Illustriertes Mini-Reisebuch.

Der Seeradweg von Puck über Swarzewo, Władysławowo, Jastarnia nach Jurata – die Putziger Bucht entlang.

Die verlockende Aussichtsorte, Informationsbootshäuser mit kleinen Anlegeplätzen in der Bucht sowie das gastronomische Angebot. Alles begünstigt und lädt die Anhänger von Seelandschaften zu einer aktiven Erholung und zur Bewunderung unvergesslicher Aussichten ein.

In Puck befindet sich 4 068 m Radweg;  von Płutnica führt er die Uferlinie der Putziger Bucht, über den Fischerhafen, die Segelpromenade, durch den Feliks-Nowowiejski-Park nach Rozgrad. Die Gesamtlänge des Fahrradwegs um die Putziger Bucht beträgt mehr als 40 km.

Die Seepilgerfahrt der Fischer in die Pfarrkirche in Puck am Ablasstag der Heiligen Petrus und Paulus. Dieses für alle Kaschuben wichtige Ereignis findet alljährlich im Juni statt.

Das untrennbare Lebenselement eines Gläubigen bildet die Teilnahme an dem ausgeübten religiösen Kult nach bestimmten Regeln. Die Einwohner der Halbinsel Hel besitzen ihre eigene, in Europa einzigartige Pilgerfahrt. Am Ablasstag der Heiligen Apostel Petrus und Paulus fahren die kaschubischen auf dem Wasser der Putziger Bucht mit ihren Booten von Kuźnica, Władysławowo und Jastarnia, um an einem Gottesdienst am Kleinmeer und dann an einer Ablassmesse in der Putziger Pfarrkirche teilzunehmen, die das älteste und altehrwürdigste historische Objekt in dieser Küstenstadt, der Hauptstadt von Nordkaschubei ist.

Das Pilgern auf dem Wasser aus der Halbinsel Hel hat eine lange Tradition, deren Anfang um das Jahr 1217 liegt, als der Stadt Puck das Sonderrecht auf die Veranstaltung von Jahrmärkten am Tag Pfarreipatronen verleiht wurde. Es ist erwähnenswert, dass die Halbinsel eine lange Zeit über eine Reihe von Inseln darstellte und das Ankommen nach Puck nur mit Booten möglich war. 1981, dank dem Pfarrer in Kuźnica, dem Priester Gerard Markowski, und dem bekannten Bootsbauer und Segelmacher Aleksander Celarek aus Chałupy, wurde das Pilgern auf Fischbooten nach Puck reaktiviert.